Tiere und Insekten bilden Staaten

Heute möchte ich euch in einer uns verborgene Welt mitnehmen:

Die Tierstaaten

Als Tierstaat wird in der Biologie eine Gemeinschaft von Tieren einer Art bezeichnet, die durch Arbeitsteilung das Überleben ihrer Angehörigen gewährleisten. Staaten gibt es vor allem bei Insekten wie Bienen, Wespen, Hornissen, Ameisen und Termiten, aber auch bei den Nacktmullen.

Vorraussetzung sind die gemeinsame Brutpflege durch mehrere Artgenossen im Zusammenleben mehrerer Generationen. Hinzu kommt die Teilung des gesamten Verbandes in fruchtbare und unbruchtbare Individuen. Beobachtbar ist eine Arbeitsteilung

Bienen

Weltweit leben etwa 20.000 Bienenarten, die jedoch allein leben. Einige Arten haben sich auch zu Völkern zusammengeschlossen. Dabei legt die Königin durch Gründung den Grundstein für den Staat und legt den ganzen Tag über Eier zum Forbestehen des Bienenvolkes.

Arbeiterinnen bekommen Aufgaben, wie die Nahrungsbeschaffung, die Larvenaufzucht und die Abwehr von Feinden zugewiesen. Die männlichen Individuen begatten Königin einmalig und sterben daraufhin.

Ameisen

Ameisen leben meist in riesigen Kolonien mit oft mehreren Millionen Artgenossen. Dabei läuft die Verständigung über bestimmte, typische Gerüche ab. Die Aufteilung innerhalb des Staates ist ähnlich wie bei den Bienen. Besonders zu erwähnen ist, dass Ameisen zudem gemeinsam Rauben und Jagen. Zudem züchten sie eigene Pilze und melken Blattläuse. Besonders bekannt sind bei uns die rote Waldameise und die schwarze Wegameise.

Nackmullen

In den halbwüsten Südafrikas lebt ein ganz besonderes Nagetier: Der Nacktmull.

Diese Tiere leben in echten Kolonien mit bis zu 300 Tieren. Mit einer stattlichen Lebenserwartung von 15 Jahren sind sie die wohl am längsten lebenden Nagetiere. Sie sind schmerzunempfindlich und nehmen Wasser zudem durch ihre Nahrung, die meist aus Wurzelknollen besteht auf.

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