Das iPad in der Uni

Seit nun fast anderthalb Jahren benutze ich auch in der Uni, wo ich kann mein iPad. Natürlich gibt es, wenn man in einem informatiknahen Studiengang ist, in vielen Fällen keinen Weg am normalen Laptop vorbei. Aber, wenn ich Wert auf einen besonders leichten Rucksack, jede Menge Informationen ohne unnötige Ablenkung und die Tatsache lege, nicht immer jedes kleine Dokument ausdrucken zu müssen, um es dabei zu haben, so gibt es eindeutige Vorteile. Außerdem stelle ich dir gleich dazu auch meine beiden Lieblingsapps in der Uni vor.

Fangen wir also an mal aufzuschreiben, was wozu ich das iPad im Alltag leider nicht benutzen kann.

Programmieren

Da ich im Studium der Informations- und Medientechnik im Grunde alle Module belege, die auch normale Informatikstudenten belegen, muss und darf natürlich auch die Praxis in gewissem Maße nicht fehlen und so kommt es, dass wir in den Übungsgruppen regelmäßig Dinge programmieren müssen. Das geht mit dem iPad einfach nicht, da schlicht und einfach keine dafür passenden Apps vorhanden sind, geschweige denn, dass der Compiler sich darauf ausführen ließe. An dieser Stelle also ein definitives: Das funktioniert nicht… Das Notebook darf für heute also weiterleben 😉

Notizen

Besonders wichtig sind Notizen aus Vorlesungen, da man vom Hören und Mitdenken allein nicht viel mitnehmen kann.

Ich male mir deswegen gerne immer alles mögliche auf, schreibe auch vieles mit und sehe hier besonders direkt die Vorteile zwischen Papier und dem iPad. In Vorlesungen, die bereits im Vorraus die entsprechenden Slides anbieten, bietet es sich an die Notizen direkt in die im PDF-Format vorhandenen Folien zu schreiben. Das funktioniert bei mir in der Praxis so gut, dass sogar 0815-Powerpoint-Shows direkt beim erzählen durch nette kleine Skizzen und Malereien ergänzt Spaß machen können. Später im weiteren Verlauf zum Selbststudium empfehle ich alles mit der Dropbox zu synchronisieren. So kann ich später in aller Ruhe meine Lernkarten auf Papierkarten oder direkt elektronisch anfertigen oder einfach das mit allerhand Notizen versehene Skript ausdrucken, um damit zu arbeiten. Ein einfaches „Liegenlassen“ funktioniert im Lernprozess eben einfach nicht so gut, weil man am Ende zu viel vergisst und eine Woche vor der Prüfung ins Schleudern geraten kann, weil es eben doch schwierig oder unnötig ist, sich das Wissen einzuprügeln. In Modulen wie Mathematik oder sehr schreib- und rechenintensiven Situationen habe ich getestet, ob mir das Papier oder das iPad zum mitschreiben besser gefällt.
Beide Lösungen sind für mich bisher ehrlich geschrieben recht unbefriedigend. Das Papier fühle ich beim Schreiben, man kann sehr feine und gleichzeitig kleine Skizzen anfertigen und natürlich alle Farben, sowie Zeichengeräte die sich eben in einer Federtasche so finden. Zur Mitte bzw. am Ende des Semesters werden die Hefter allerdings sehr dick, träge und schwer. Bilder müssen entweder selbst gezeichnet oder ausgedruckt und eingeklebt werden. Das kann helfen, weil man etwas Reales in der Hand hält und bietet mir zum Lernen die Möglichkeit einfach alle Blättern auszuheften, kreuzdiquer auf dem Schreibtisch zu verteilen und mir alles genau anzuschauen. Genau das kann aber auch verwirren, weil es unsinnig viele Infos auf einem tatsächlichen Wissensberg sind. Interaktive Möglichkeiten, wie alle zur Vorlesung passenden Bücher, das Internet, eine automatische Suchfunktion im Dokument oder ein automatisches Backup. können im Papier natürlich auch keine Rolle spielen. Wer das möchte, sollte am Ende des Tages alles in Ruhe einscannen und seine Handschrift einmal über eine OCR-Schrifterkennung laufen lassen 😉

Das iPad bietet mir nicht nur ein leichtes Gewicht, sondern unter Umständen auch interaktive Lernmaterialien. Das können einfach, wie bei mir aus der Bibliothek geladene Bücher zu Vorlesungen oder direkt Vorlesungsmitschnitte sein. In der Vorlesung beim Schreiben hilft mir ein preiswerter iPad-Stift von Pelikan, mit dem ich auf dem iPad Notizen aufschreibe. Die Vorlesung nur mitzutippen bringt meiner Meinung nach keine Punkte, da man gerade bei Formeln oder Skizzen längst nicht so flexibel ist und man beim Schreiben mit einem Stift Inhalte besser erfassen kann. Beim Handschreiben allerdings sehe ich den Nachteil der späteren Druchsuchbarkeit wegen „Sauklaue“ und der eher fehlenden Präzision, da das iPad mit seinem kapazitiven Display die Position des Stiftes zwar gut aber meiner Meinung nach nicht präzise genug feststellt. Einen schönen Kreis ohne die Softwarenachhilfe zu zeichnen macht keinen Spaß ;). Helfen könnten hier intelligentere Stifte, die über Bluetooth mit dem iPad kommunizieren. Das muss ich bei Gelegenheit einmal ausprobieren.
Das können beispielsweise die ThinkPads von Lenovo besser. Problem bei den Geräten aus meiner Sicht: keine unitaugliche Akkulaufzeit, komische Bedienung und Ablenkung durch meine auf Rechnern immer zig offenen Tools :).
Aber zurück zum iPad. Geschwindkeitstechnisch komme ich nämlich gut und gerne an die normale Füller- oder Kugelschreibervariante heran und sehe deswegen keine Probleme in schnellen Schreib-Vorlesungen. Farben wechseln sich flott beim schreiben, Figuren und Bilder lassen sich bei Bedarf sofort und gut einfügen. Meine Mitschriften werden mit dem iPad also eindeutig schon während der Vorlesung bunter und sind hinterher fast fertig. Warum nur fast? Ganz einfach weil ich die ja Mitschriften für später zum Lernen anfertige und bisher alles eher virtuell ist. Damit ich diese aber wieder auf meinem Schreibtisch verteilen kann, muss ich also alles erst ausdrucken und/oder direkt passende Lernkarten auf Papier oder elektronisch daraus erstellen. Zu guter Letzt habe ich über das automatische Backup in die Dropbox auch ein schönes Archiv, welches ich nie löschen muss und direkt teilen kann. Das finde ich nützlich.

Die eierlegende Wollmilchsau ist demzufolge keine der beiden Methoden, doch praxistauglich sind sie beide.

Als App habe ich lange den GoodReader verwendet, weil er tolle sync-Funktionen für alle gängigen Clouds oder sogar eigene Schnittstellen direkt in beliebige Ordner bietet. Notizen fügen sich gut in Dokumente ein. Der gewaltige Nachteil dieser App ist aber der, dass keine neuen PDF-Dokumente erstellt oder vorhandene PDF-Dokumente nicht um weitere Seiten ergänzt werden können.

In diesem Semester habe ich GoodNotes bevorzugt, da diese App genau die Notizen in PDFs deutlich besser beherrscht, da sie beliebige Seiten mit vorgefertigten oder selbst angelegten „Papieren“ hinzufügen oder mit diesen ganz neue Dokumente erstellen kann. Nachteil ist für mich aber der nicht so tolle Cloudsync in die Dropbox, da er zwar sehr zuverlässig, schnell und im Hintergrund abläuft aber keineswegs automatisch direkt in die Ursprungsordner die Dokumente legt.

Kalender, Mails und Co.

Meine Kalender verwalte ich mittlerweile nur noch in der Cloud, da sie mir eine gute Erinnerungsfunktion auf allen möglichen Geräten ermöglichen und sogar Ferien, Podcasts, Feiertage, Geburtstage und einiges mehr automatisch eingetragen werden können. Mails und andere Anfragen werden von mir zufällig und nebenbei gecheckt, sodass hier das iPad eindeutig Punkte sammelt, da es die Organisation sehr vereinfacht und ich es nicht missen möchte.

Apps empfehle ich hier keine, da ich zwar iStudiezPro sehr ansprechend finde, es aufgrund der geschlossenen Kalenderfunktion, die nicht in die Cloudkalender schreibt aber nicht wirklich praktikabel ist. Somit bleiben mir nur die bereits mitgelieferten Apps für den Kalender, die E-Mails und die Aufgabenerinnerung. Diese aber verrichten ohne zu meckern und zuverlässig ihren Dienst.

Präsentationen

Das Thema Präsentationen habe ich mit dem iPad noch nicht ausgiebig genug getestet. Was ich aber schreiben kann ist, dass es unter Umständen helfen kann durch die Slides zu navigieren und einen teuren Presenter ersetzen kann. Aber den kann man sich ja immer irgendwo borgen 😉
Über vorzugsweise AirPlay, weil kabellos oder den passenden Adapter zu HDMI oder VGA lässt sich sicher auch einiges treiben, doch wie gut das funktioniert und ob es letztlich spannend wirkt kann ich nicht spekulieren.

Cf 5 – Das neue iPad

Heute gibt es hier eine kleine Pilotausgabe, welche ich mal etwas anders aufgebaut habe: Ab jetzt gibt es, wenn ihr wollt neben den nützlichen Tipps und Tricks auch immer wieder eine Ausgabe zu Apple-Geräten und deren Apps.
In der heutigen Ausgabe mache ich deswegen passend das, was dieser-tage überall geschieht: Ich mache ein kleine Unboxing meines neuen iPads und zeige dir, was es so alles kann.

Cf 4 Bei iTunes ohne Bankdaten anmelden

Nachdem es in den letzten Wochen hier etwas ruhiger war, möchte ich heute genau erklären, wie es auch ohne Bankdaten möglich ist, sich bei iTunes anzumelden und alle kostenlosen Apps zu downloaden.

Kostenpflichtige Apps können dann auch, wie bei Prepaidkarten über die Gutscheine erworben werden.

Weil es leider bisher keinen zufriedenstellendne Ersatz für den kostenlosen Upload bei Mevio – vormals Podshow – gibt und ich bisher kein Geld für einen eigenen Server aufwenden kann, muss auch diese Ausgabe leider einzig bei Youtube angeschaut werden. Wenn du da eine Idee hast oder mir helfen könntest die Videos zu hosten, wäre das ganz wunderbar und würde auch den Fans auf iTunes helfen, den Computerfix-Podcast bequem zu sehen.

Der Geschenkekalender

Weil ich das Prinzip des Weihnachtskalenders liebe und es ab morgen für ganze 12 Tage jeden Tag frisches Futter für dein iPhone oder iPad gibt, sei hier direkt nochmal der Hinweis auf Apples diesjährige 12 Tage Geschenke Aktion angebracht.

ScreenDazu lädst du dir einfach die dazugehörige App auf dein Apple-Gerät und lässt dich bequem jeden Tag überraschen und lädst dir einfach kostenlos, was dir gefällt.

Wie in den letzten Jahren auch schon, dürfte es wieder jede Menge tolle Apps, Filme, Serien, Spiele, Musik und vieles mehr geben.

iPhone & iPad ohne Kabel auch außerhalb des heimischen Netzwerkes synchonisieren

Gerade ist mir mal wieder so eine Sache aufgefallen, die wohl eindeutig unter dem Titel unnützes Wissen verbucht werden sollte aber dem einen odere anderen in der Not einmal helfen könnte.

iPhone Besitzer kennen das Problem, unterwegs einmal kein Kabel zum synchonisieren des iPhones oder iPads aber das eigene Notebook dabei zu haben und deswegen ohne neuste Podcasts auskommen zu müssen.

Aber das muss nicht sein, denn über die Tetheringfunktion des iPhones und die drahtlose Synchonisation ab iOS 5 und iTunes 10.5 kann Abhilfe geschaffen werden und du kannst deine Applegeräte überall mit frischen Podcasts versorgen.

Definitiv also unnützes Wissen, weil man selten den Laptop und das iPhone dabei hat, ohne das passende Kabel in der Tasche liegen zu haben. Das ist also auch für alle Studenten in der Bibo praktisch.