Gewinn die Platte der Folksamen

Am heutigen heiligen Abend öffnet sich für dich das letzte Türchen des Weihnachtskalenders.

Es soll etwas ganz Besonderes für euch sein, denn im August diesen Jahres hatte ich die Gelegenheit, über die Folkrock-Band „Die Folksamen“ ein kleines Portrait zu schreiben. Freundlicherweise habe ich dabei auch das erste Album „Totes Tier und Quetschenklang“ von der Band „Die Folksamen“ bekommen, die man bei meinem Praktikum wegen zu geringer Stückzahl bei der Zeitung aber leider nicht verlosen wollte. Da ich die tolle Musik aber trotzdem unter das Volk bringen möchte, verlose ich das Album jetzt einfach.

Viel Glück, danke fürs hier reinschauen und euch allen ein Frohes Weihnachtsfest.

Ich schließe die Aktion jetzt einfach ab, der Gewinn ist raus.

Mit 160 Beats zum Polka-Festival

Im heutigen Montagsbericht veröffentliche ich euch einen Artikel über eine Junge Cottbusser Nachwuchsband, die unteranderem sorbischen Folkrock spielt. Zusammengeklaubt habe ich ihn in meinem Praktikum bei der Lausitzer Rundschau.

Die Fünf von „Die Folksamen“ waren beim PolkaBeats-Festival wohl die jungen Wilden. Denn mit Banjo, Akkordeon, Geige, Bass, Gitarre und Schlagzeug haben sie am Samstag die Alte Chemiefabrik zum kochen gebracht bringen. Gespielt wurden neben aktuellen Songs, wie Andro, auch neue, unbekannte Stücke.

Vor drei Jahren formierten sich die Gymnasiasten Manuel Semisch, Gregor Kliem, Tim Franzke, Sebastian Schiller und Nils Rudolph zu einer Schulband. Ziel war es, am Niedersorbischen Gymnasium in Cottbus ein einmaliges Konzert zu geben. Einmalig? Der Auftritt war am Ende so einmalig, das die Zuschauer nur besänftigt werden könnten, indem das Projekt fortgeführt wurde.

Damit war der Grundstein für viele Konzerte gelegt. „Wir durften bereits zur Sagennacht in Burg, zur Eröffnung des 19. Festivals des Osteuropäischen Films und als Vorband von „Keimzeit“ ein Konzert spielen“, sagt Nils Rudolph stolz. Er ist Frontmann der Band und spielt den Bass. So ist es kaum verwunderlich, dass die Band im letzten Jahr ihr erstes Album „Totes Tier und Quetschenklang“ veröffentlicht hat. Anfang 2011 fand ein kleiner Besetzungswechsel statt, denn Tim verließ die Band. Der Dudelsack wurde kurzerhand gegen eine Geige, die von Sophie Marten gespielt wird, eingetauscht.

Der Bandname „Die Folksamen“ kann laut Nils gern als „freie Interpretation des Musikstils Folkrock gesehen werden. Mit einem Tempo von 160 Beats pro Sekunde wird die Post abgehen.“

Manuel Semisch spielt Banjo und ist Songwriter der Band. Er sagt: „Neben vielen Eigenkompositionen widmen wir uns auch alten sorbischen Liedern. Die peppen wir auf, passen sie an oder lassen uns von ihren Melodien inspirieren.“ Das macht die Band in unserer Region einzigartig und wichtig für die moderne sorbische Kultur.

Berufsmusiker ist keines der Bandmitglieder. Fast alle studieren etwas. So steckt Nils mitten im Medizinstudium, Sophie Marten macht das Abitur. „Wir sehen die Folksamen als eine Leidenschaft. Wann immer wir Zeit haben, nehmen wir weite Wege in Kauf, um zu proben“, sagt Manuel.

Auf die Frage warum die junge Band beim PolkaBeats-Festival mitmacht, antworten Nils und Manuel: „Wir lieben es, live aufzutreten, und mögen besonders den direkten Kontakt zum Publikum. Die Polka verbinden wir mit den slawischen Sprachen.“

Die Bandmitglieder sind sich einig: „In Zukunft wollen wir noch viel professioneller werden und feilen auch schon am nächsten Album.“ Die nächsten Konzerte finden auf dem 8. Brandenburger Dorf- und Erntefest in Dissen und zum Geburtstag des „Herman“ statt.

Wenn du mal in die Musik reinhören möchtest, dann klick dich durch auf die MySpace-Seite der Band, da ich möglichem Ärger mit der Gema aus dem Wege gehen möchte.