IPv6 auf dem Webserver einschalten

Weil ich gerade im freakshow Podcast freundlich daran erinnert wurde, dass ich doch eigentlich schon länger mal IPv6 auf meinem kleinen vServer einrichten wollte, beschreibe ich euch heute einfach mal alle dazu nötigen Schritte. Keine Sorge, die Sache ist, wenn ihr einen eigenen Server bzw. vServer habt und euer Serveranbieter nicht hinter dem Mond lebt, keine große Hürde.

Zuerst müsst ihr herausfinden, welcher IPv6-Adress-Bereich euch gehört. Das geht irgendwo im Admin-Bereich beim Provider. Bei Hetzner z.B. kann man seine IPv6-Adressbereich in der Serververwaltung unter IPs herausfinden. Zudem gibt es dort auch das Gateway und die Subnetzmaske zu finden.

Habt diese Infos gefunden, muss auf dem Server nur wenig im Interface und vielleicht noch im Apache umkonfiguriert werden.

Öffnet dazu beispielsweise die Interface-Konfiguration mit

sudo nano /etc/network/interfaces

Bisher sieht man hier die bisherige IPv4-Adresse, das Gateway und die Netzmaske. Das sieht in etwa so aus:

IPv4 Interface

Damit euer Server jetzt auch auf eure IPv6-Adresse reagieren kann, müsst ihr sie dort auch mit eintragen, indem ihr die Einträge beispielsweise so erweitert:

# IPv6 LAN 
iface eth0 inet6 static

# Haupt-IPv6-Adresse des Servers

address eure IPv6--Adresse


netmask zugewiesene Subnetzmaske


gateway festgelegtes Gateway

Alle anderen Einträge bleiben so stehen und schon habt ihr eurem Server schon mal die „IPv6-Hausnummer“ zugewiesen 😉

Ihr solltet euch jetzt bereits anpingen können:

ping6 IPv6-Adresse

Damit eure Webseite auch erreichbar ist, sind jetzt nur noch zwei Schritte notwendig. Als erstes schauen wir in die Ports.conf des Apache

sudo nano /etc/apache2/ports.conf

Dort steht im Idealfall bereits ganz oben Listen 80, was bedeutet, dass der Webserver hinter dem Standardport 80 auf Zugriffe wartet, egal über welche IP-Adresse darauf zugegriffen wird. Dann muss nichts gerändert werden. Wer hier lieber etwas einschränken oder spielen möchte kann auch konkret einstellen, über welche IP-Adressen die Seite überhaupt erreichbar sein soll:

Listen eure IPv6-Adresse

Listen eure IPv4-Adresse

So kann man zum probieren ja mal die eigene Webseite nur über IPv6 erreichbar machen. Sobald du hier fertig bist, muss der Apache nach der kleinen Anpassung jetzt neugestartet werden. Das geht mit:

sudo service apache2 restart

Jetzt folgt der wohl wichtigste Schritt, der DNS Eintrag. Soll die Webseite, zum Beispiel über Couch-blog.de erreichbar sein und IPv6 unterschützen, müssen wir das im DNS-Eintrag natürlich noch vermerken. Wo immer ihr eure Domain jetzt habt, sollte es möglich sein etwas in der Art wie

www                      IN AAAA    eure IPv6-Adresse

in den DNS-Eintrag einzufügen. Damit sollte im Allwissenden-Online-Telefonbuch nach etwa 24 Stunden diese IP-Adresse vermerkt sein.

Zu guter Letzt testen wir auf ipv6-test.com, ob alles geklappt hat. Falls ja, dann sind wir bereits fertig und die Webseite ist über IPv6 erreichbar. Wer keinen Webserver sein eigen nennt und deswegen eher auf Webspace setzt, kann den Test auch mal ausführen und bei einer Fehlermeldung seinen Hoster dazu bewegen, diese kleine Konfiguration vorzunehmen. Denn normalerweise sollte es mittlerweile Standard sein.

Wer um eine Multisite-Wordpress-Installation sorgt, kann auch beruhigt werden. Mehr ist wirklich nicht zutun, es sollte alles weiterhin reibungslos funktionieren.

Wie hat bei dir alles mit der Umstellung geklappt? Schreib mir das 😉

WordPress Datei-Berechtigungen richtig setzen

Weil ich selbst immer mal wieder die Dateiberechtigungen für WordPress setzen muss und dabei oft selbst nochmal suchen muss, schreibe ich jetzt hier einfach mal alles auf, was ich genauso gut auch hier finden könnte. Ich habe alles nur noch für eine Multisite-Installation etwas angepasst, da es beispielsweise mehrere Bilderordner gibt.

Die CHMOD-Einstellungen für WordPress:

  • 755 für Ordner allgemein
  • 777 für alle Bilderordner (normalerweise nur /uploads aber bei multisites auch /blogs.dir)
  • 644 für alle Dateien

Damit sind wir normalerweise fertig, aber in einigen Installationen ist WordPress etwas gemeiner:

  • 776 für den unter /wp-content anzulegenden tmp-Ordner
  • 776 für Upgrade

Cf 9 WordPress selbst installieren

Nachdem ich dir in der letzten Woche gezeigt habe, wie du dich bei WordPress.com anmeldest und ohne weitere Installationsschritte einen eigenen WordPress-Blog einrichten kannst, geht es heute einen Schritt weiter.
In der heutigen Computerfix-Folge zeige ich dir, wie du mit einfachen Schritten deinen eigenen WordPress-Blog installieren und ein wenig einrichten kannst. Dazu müssen einige kleinere Vorraussetzungen erfüllt sein, denn wir brauchen:

  • PHP-Unterstützung
  • MySQL-Datenbank
  • FTP-Zugang zum Webserver

Falls du damit noch keine Erfahrung haben solltest, dann zeige ich dir im Podcast auch, wie du dich bei Funpic anmelden kannst.

Und übrigens gibt es den Podcast jetzt auch wieder in HD bei iTunes, hier als Download oder als Bittorent.

Links

Cf 8 Dein kostenloser WordPressblog

In der heutigen Folge von Computerfix möchte ich dir gerne erklären, wie du dich bei WordPress.com anmelden kannst, um deinen eigenen WordPressblog einzurichten.

Alternativ gibt es für alle, die sich schon etwas mehr zutrauen oder einfach mal etwas wagen möchten, in der nächsten Folge dieser kleinen Spezialserie von Tutorials zur Verwendung und Nutzung von WordPress den Weg zu sehen, wie du auf einem Server mit FTP-Zugang, PHP und MySQL-Datenbank dein eigenes WordPress installieren kannst.

Die Idee vom eigenen Server

Vor ein paar Tagen habe ich euch versprochen einmal aufzuschreiben, wie ich auf die Idee kam, meinen eigenen vServer aufzusetzen und euch noch ein paar mehr Details zu posten.

Nun wie schon vor längerer Zeit geschrieben lagen meine Webseiten, die Podcasts und vieles mehr bis vor kurzer Zeit auf verschiedensten mehr oder weniger kostenlosen Diensten. Die Webseiten waren bei Pytal, die Podcasts bei Archive.org und die Domain und E-Maildienste bei 1und1. Kosten pro Jahr: 20€. Damit lief die Seite ohne Probleme durch und ich wurde mehr oder weniger auch von lästigen Administationsaufgaben verschont. Gleichzeitig hatte ich für diesen Preis die maximalen Freiheiten, die man sich dafür wünschen kann. Die Webseiten liefen im Grunde immer ohne große Probleme.

Warum nun aber der Schritt in die Eigenständigkeit? Nun zum einen ist es beim kostenlosen Dienst Pytal so, dass man Downloads zwar anbieten darf, aber nur bis zu einer Größe von 2 bzw. 5 MB. Mehr lässt der Server einfach nicht bei sich hochladen. Darum mussten die Podcasts zu archive.org, wo zwar alles läuft aber der Download am Ende echt lange dauert. Hinzu kommt, dass ich auch beim Thema der Systemdienste deutlich mehr Freiheiten gesucht habe.

Also habe ich mich aufgemacht zu schauen, welche Alternativen es gibt, alles etwas eigenständiger zu erledigen. Dabei stieß ich auf vServer, was im Grunde von der Bedienung ganz normale Server sind, nur eben virtuell. Das bedeutet mehrere virtuelle Server teilen sich einen echten Server. Das reicht für meine Bedürfnisse zunächst auch vollkommen aus, da mir zunächst 20 GB Speicherplatz und 568 MB RAM für 7,90€ bei Hetzner ausreichen sollten. Die Anbindung ist mit 100 Mbit/s echt super für alles was ich hier so treibe. Sollte dies irgendwann mal nicht mehr ausreichen, weil ich auch Speicherplatz an Bekannte vermieten möchte, die eigene Cloud ruft, mich ein Geldsegen überschüttet oder sich die Anzahl der downloadbaren Podcasts erhöht, so wird einem weiteren Umzug von meiner Seite her nicht viel mehr gegenüberstehen als die derzeitigen zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten eines Studenten.

Genug getippt für heute, denn im nächsten Serverbeitrag will ich gerne zur Sache kommen und nicht nur meine Gedanken festhalten.

Es lebe der Couch Blog!

Am heutigen ersten September ist es soweit, der endgültige Umzug meines kleinen Weblogs ist komplett abgeschlossen und ich freue mich natürlich sehr dich hier zu begrüßen. Gleichzeitig ist die alte Seite von mir vom Netz genommen worden.

Es ist so ein bisschen, wie das beliebte „Ich-packe-meinen-Koffer-Spiel“: Alles muss und kann irgendwie mit aber gleichzeitig muss vieles auch zu Hause bleiben, da auf den karibischen Latifundien kein Platz für alles ist. Genauso habe ich die ganze Sache auch gehandhabt.

Zuerst war da der kleine eigene Server, den es galt hoffentlich ordentlich aufgesetzt zu haben. Alles läuft bisher sehr stabil, die Bandbreite und somit auch die Geschwindigkeit stimmen und ressourcentechnisch gibt es nun endlich zumindest erstmal auch für die Audio-Podcasts nichts mehr zu meckern.

Ich habe zunächst alle vierhundert Beiträge einmal durchstöbert, neu geordnet, vertaggt und entschieden, was in den neuen Blog alles hinein darf und was nicht. Einiges an Jugendsünden, besonders ab 2004 ist komplett rausgeflogen. Vieles hingegen zu meinem eigenen Erstaunen jedoch hier drinnen geblieben, weil ich denke auch sprachliche Ausrutscher gehören dazu, solange sie nicht als vollends sinnfrei gelten.

Die alten Audio-Podcasts habe ich allesamt einmal durch Auphonic gejagt, damit sie vielleicht noch ein wenig besser klingen. Der Download geht nun endlich über eigene Wege ohne den langsamen Pfad über Archive.org. Bis jedoch endlich neue Projekte gestartet werden können, werden wohl noch einige Tage durchs Land gehen, da ich gerne zunächst einige gute Pilotfolgen aufzeichnen möchte und nebenbei in ordentliches Equipement investieren werde, damit ihr und ich auch klanglich mehr Freude damit habt.

Das Design ist geblieben, wurde von mir aber natürlich ein kleines bisschen angepasst. So ist jetzt der Aufbau der Startseite klarer und meiner Meinung nach besser anzusehen, da die Artikel mehr im Mittelpunkt dargestellt werden. Es ist auch kein großes störendes Bild mehr zu sehen, weil ich denke, dass Bilder in den Beiträgen auch so groß genug sind und bei Bedarf ohne Probleme auch durch einen Klick größer werden können. In der Einzelansicht bin ich hingegen noch etwas am experimentieren, wie ich eigene Bilder am besten, möglicherweise seehr groß darstelle, ohne den Text zu breit zu zeigen.

Wie und wo ich den vServer aufgesetzt habe und wo ich mich informiert habe, darüber werde ich in weiterem Beiträgen sicherlich noch zur Genüge schreiben.

Nun aber genug, denn erstmal ist alles gut und der Rest wird noch gut.