Multitrackexport aus Reaper für Auphonic

Wer seine Podcastaufzeichnungen bzw. Audiotracks in Reaper bereits als Multitrack verarbeitet hat, wird sicherlich die Multitrackverarbeitung durch Auphonic zu schätzen wissen.

Der Export der einzelnen Spuren in die dazugehörigen separaten Dateien geht einmal gemacht sehr einfach über die Bühne. Dazu wählst du in Reaper mindestens die zu rendernden Tracks bzw. Spuren aus und öffnest den Rendern-Dialog. Direkt im oberen Auswahlfeld kann “Stems (ausgewählte Tracks)” angewählt werden. Damit erfolgt der Export parallel nach Spuren getrennt. Im Bereich der Sendegrenzen ist eine genaue Justierung der zu verwendenden Grenzen möglich. Sogar die Schnippselung verschiedener Regionen ist auf diese Art möglich, sodass keine Wünsche mehr offenbleiben.

Multitrackexport aus Reaper für Auphonic

 

In Auphonic können nun die Dateien der einzelnen Spuren entsprechend zugewiesen werden.

Das ist mein Workflow für die Podcast-Renderei, wie sieht eigentlich deiner aus? Nutzt du vielleicht ein anderes Tool mit ähnlichen Funktionen? Schreib es mir!

DynDNS mit der Fritzbox

Sollen Geräte und Dienste im Heimnetzwerk für die Außenwelt nutzbar gemacht werden so ist DynDNS eine hilfreiche Angelegenheit. Denn an heimischen Internetanschlüssen gibt es in den seltensten Fällen eine feste IP-Adresse zu gewiesen und so ändert sich diese jeden Tag dynamisch.

Sollen nun trotzdem beispielsweise ein Mailserver und ein HTTP-Server betrieben werden, so müssen die DNS-Einträge zu unserer Domain bei jedem Verbindungsaufbau verändert werden können. Sonst sind wir nach spätestens 24 Stunden nicht mehr erreichbar.
Ich habe für diesen Einsatzzweck bei Strato günstig eine Domain registriert, da hier in den Einstellungsoptionen die Option besteht DynDNS zu nutzen. Zwar leider nur als IPv4-Variante, aber immerhin :D.

Im Heimnetz ist bei uns eine Fritzbox das Tor zur Welt, die immer am Besten die neue IP-Adresse kennt und sie direkt an Strato übermittelt. Dies geht recht einfach und benötigt nur wenige Handgriffe.
Im Bereich Internet -> Freigabe -> Dynamic DNS können verschiedene Anbieter ausgewählt werden. Wer nur eine kleine Webseite hosten möchte oder ein VPN ins Netzwerk nutzen möchte, wird mit der Auswahl des Anbieters mit dem günstigen Preis für die gewünschte Domain und der Eingabe der Zugangsdaten bereits alles erledigt haben.

DynDNS bei der Fritzbox

Soll, wie in meinem Falle, auch ein Mailserver betrieben werden, so muss beispielsweise bei Strato auch der entsprechende MX-Record Eintrag dafür gesetzt sein. Ansonsten wollen die frechen Mails einfach nicht auf das NAS.
Dazu wird die Anbieterauswahl zunächst auf benutzerdefiniert eingestellt, um über die die Update-URL selbst weitere Konfigurationsparameter übergeben zu können.
Diese wird bei jedem Verbindungsaufbau von der Fritzbox aufgerufen wird. Somit kann beispielsweise gesagt werden, dass man statt nur einer Webseite, auch einen Mailserver unter der Domain betreibt

Die Update-URL beginnt bei Strato mit https://dyndns.strato.com/nic/update?

Daran hängen wir nun system=dyndns, damit klar ist, dass wir etwas per DynDNS anpassen möchten.

Der nächste zusammen mit einem & anzuhängende Parameter ist hostname=<domain>. <domain> wird hier später von der Fritzbox automatisch durch die eigene Domain ersetzt, die im Feld Domainname eingetragen wurde.

&myip=<ipaddr> übergibt später die vom Provider zugewiesene IP-Adresse des eigenen Netzanschlusses

Als nächstes ist der für den Mailversand wichtige mx-Record zu setzen. Er wird mittels &mx=<domain> übergeben und enthält den Domainnamen. Das bedeutet, dass es sich hier um einen E-Mailserver handelt, den es unter der angegebenen Domain gibt. Die Domain verweist, wie wir ja bereits eingestellt haben, auf unsere heimische IP-Adresse. Hier könnte ebenso mit &mx=<ipaddr> direkt die IP-Adresse übergeben werden. Was hier steht, ist jedoch unerheblich, da der Aufrufer die IP hinter der Domain ja ohnehin herausfinden muss oder schon kennt. Hauptsache der Record ist gesetzt. damit in meinem Falle Strato weiß, dass sie sich um das E-Mail-Gelöt nicht zu kümmern brauchen.

Der nächste Parameter &wildcard=ON ermöglicht für beliebige weitere Anfragen, wie blubb.Adresse.de auch die eigene IP-Adresse vom Server auszugeben. Ich habe das bei mir mit drin, da ich es sinnvoll finde, meine Musik über meine Domain Musik.Adresse.de zu finden und mir in Zukunft vorbehalten möchte, hier selbst noch etwas herum zu spielen. Falls du das nicht möchtest lass den Wildcardparameter einfach weg.

Viel wichtiger ist nun der letzte Parameter backmx=YES, womit später ein Tool, welches nur die IP-Adresse kennt, deine Adresse zurück auflösen kann. Das könnte Beispielsweise ein E-Mailclient wie Thunderbird sein.

Bei mir ergibt sich damit folgende URL im Feld Update-URL:

https://dyndns.strato.com/nic/update?system=dyndns&hostname=&myip=&mx=&wildcard=ON&backmx=YES

Zu guter Letzt sind die beiden Felder Domainnamen und Benutzername bei Strato mit dem bestellten Domainnamen zu befüllen und das streng geheime und nur aus Punkten bestehende Passwort in das Kennwortfeld dieser Übersicht schreiben.

Mit einem Klick auf Übernehmen wird die Verbindung sogleich aufgebaut. Damit könnte, sobald die entsprechenden Ports freigegeben sind, dem eigenen Mailserver unter der Fensterbank nichts mehr im Wegstehen. Wie das mit der Portfreigabe in der Fritzbox genau funktioniert schreibe ich sicherlich noch in einem anderen Beitrag oder du schaust heute direkt einmal in die Videos von iDomix auf Youtube vorbei

Wie funktioniert deine Domainaufschaltung per DynDNS? Lass es mich gern wissen 😉

Linktipps:

FritzBox Portweiterleitungen einrichten einfach erklärt

Was ist Dynamic DNS? Wofür brauche ich DynDNS? Wie richte ich DDNS ein?
Synology DiskStation Tutorials
Dynamisches DNS
DynDNS Update API