Der kleine WLAN Access Point für zwischendurch

Heute hat mir die Verwandtschaft wieder einmal so ein Stück Technikgedöns auf den Tisch gelegt, damit ich damit spielen kann. Das passiert immer genau dann, wenn sie wirklich nicht mehr weiß wozu dieses Etwas aus China-Plastik zu gebrauchen sein soll oder die Einrichtung schlicht zu kompliziert erscheint.

Genauer gesagt behauptet die Verpackung es handle sich hierbei um den amzdeal® 300 Mbit Wireless-N WiFi Repeater + Access Point WLAN Reichweiten Verstärker in Weiß. Alternativ ist das Gerät auch bei CSL-Computers, 7Links oder besonders billig bei Ebay wegen Fehlkäufen sogar in schwarz für einen schmalen Taler erhältlich. Also kurzum: hier stellt irgendwo in China jemand diese Geräte billig her und klebt auch mein Label drauf, wenn ich genug davon bestelle. Das Gerät verspricht 300 Mbps im 802.11n Standard im 2,4 GHz-Bereich. Das sollte doch für die meisten Geschichten, wie Filme schauen oder im Garten eben mal Mails checken ausreichend sein. Mit etwas Glück bekommen wir also für unter 10€ eine kleine Spielebox fürs WLAN :D. Wer mehr Geld hat oder lieber auf ausgereifte, bequem einzurichtende Technik mit Updates setzen möchte, hört jetzt besser auf zu lesen und kauft sich z.B. einen guten Plasterepeater von AVM.

WLAN-Repeater oder Access-Point?

Werkseitig haben wir die Möglichkeit, das Gerät entweder als Repeater zur Vergrößerung unseres heimischen WLANs oder als Accesspoint (AP) zur Verteilung unseres LAN-Netzwerkes  per WLAN betreiben. Der Unterschied zwischen beiden Konfigurationen ist einfach erklärt. Der WLAN-Repeater wird wie ein beliebiges Netzwerkgerät in unser WLAN eingebucht und wird fortan das Signal empfangen, um es aufgefrischt zu spiegeln. So ist kabellos die Reichweite vergrößert, die Bequemlichkeit ist mit einer Halbierung der maximalen Geschwindigkeit jedoch teuer erkauft. Schließlich ist das Frequenzband dann doppelt belastet. Umso erfreulicher ist deswegen die Möglichkeit bei bereits im Haus verteilten LAN-Kabeln, diese einfach an das Gelöt zu stöpseln und schnell einen Access Point daraus zu konfigurieren. So geht uns keine Bandbreite und damit auch keine Geschwindigkeit verloren.

Schritt 1: Firmwareupdate

Während du dich also in Ruhe entscheidest, welche der beiden Ideen du eher verfolgen möchtest, machen wir uns daran, das Kistchen zu konfigurieren. Dazu empfehle ich der Bequemlichkeit halber, es einfach in die nächste Steckdose zu packen und in der WLAN-Ansicht nach einem Netzwerk mit dem Titel „WiFi-Repeater“ zu suchen und sich per Klick damit zu verbinden. Nun lässt sich die Konfiguration im Browser unter 192.168.10.1 finden. Username und Passwort lauten: admin Vermutlich werden nun einige Nutzer Probleme mit der englischen Oberfläche haben. Wollen wir hier Abhilfe schaffen, dann aktualisieren wir einfach die Firmware:

Lade dir die aktuellste Firmware herunter, die ich gefunden habe und aktualisiere sie, indem du sie in der Weboberfläche unter Management, Upgrade Firmware wieder hochlädst. So sollte sich die Optik etwas verändern und die Sprachauswahl auch auf Deutsch verfügbar sein.

Nach dem Vorgeplänkel, hast du dich jetzt bestimmt entschieden, wie die Zukunft des kleinen Plastikklopses aussehen soll. Soll es ein WLAN Repeater werden, dann lies einfach weiter und ich erkläre dir die Verwirrung. Falls es einmal als WLAN-Accesspoint zum Einsatz kommen soll, hilft Variante Accesspoint weiter.

Variante Repeater

Um unser kleines Spielzeug zu einem Repeater zu verwandeln, steht jetzt der Konfigurationassistent zur Verfügung. Willst du einen WLAN-Repeater einrichten, dann brauchst du nichts weiter zu tun, als hier den „Wireless-Repeater-Modus“ zu wählen. Nun wird das zu erweiternde WLAN ausgewählt und im Folgenden der WLAN-Schlüssel eingegeben und die ganze Sache bestätigt. Nach kurzer Zeit sollte alles fertig sein und der Apparat eingerichtet sein. Ab jetzt muss die Bude nur noch in eine Steckdose in einem Bereich zwischen dem Router und der Stelle an der wir ab jetzt Empfang wollen und schon haben wir das Ziel erreicht. Problem bei diesem Gerät jetzt: Willst du die Installation einmal ändern, weil ein anderes WLAN erweitert werden soll oder es nun doch ein Accesspoint darstellen, soll musst du es durch drücken des kleinen Reset-Knopfes komplett zurücksetzen. Es ist natürlich ärgerlich hier keinen Zugriff auf die Einstellungsoberfläche mehr zu haben, aber anscheinend soll es sich transparent in unser WLAN integrieren. Bei anderen herstellerspezifischen Geräten hätte man jetzt noch bequemen Zugriff per Weboberfläche und könnte das WLAN nachts abschalten.

Variante Access-Point

Anders sieht es im Access-Point-Modus dank eines kleinen Kniffes aus. Hier werden wir nicht den Assistenten nutzen, denn diese Einrichtung geht anders besser. Standardmäßig benutzt das Gerät nämlich seine eigene IP-Adressverwaltung. In den meisten Heimnetzwerken werden die IP-Adressen jedoch automatisch per DHCP verteilt und so stiftet diese Vorgehensweise nur Verwirrung und zerstört die Möglichkeit der späteren Konfiguration. Hinzu kommt, die Unart heute noch umverschlüsseltes WLAN anzuknipsen. Das geht aus Sicherheitsgründen überhaupt nicht, also ist es VERBOTEN den Assistenten zu verwenden. (Wer spielen will darf kurz probieren und wieder alles resetten :D)

Wir verwenden nicht die Standardroutine, sondern du spielst einfach meine kleine Konfigurationsdatei ein. Ich habe sie so erstellt, dass sie die Einstellungen auf DHCP umstellt und fürs Erste ein WPA2 verschlüsseltes WLAN mit dem Namen „Bratwurst“ und dem zugehörigen Passwort „Ketchup;)“ erstellt.

Lade dir hier meine Konfigurationsdatei (Stand: 01.12.2014) herunter

Spiele diese nun im Bereich Management wieder ein. Jetzt gehst du ins Menü deines Routers und suchst dir die IP des AP und gibst sie im Browser ein. Jetzt bist du nach Eingabe des Passwortes du wieder in der Oberfläche.
Weiter geht es nun, indem du im Bereich WLAN selbst einen Namen + Passwort einstellst und zu guter letzt die Uhrzeit im Bereich Management anpasst. Nach einem weiteren Neustart ist das Gerät fertig und einsatzbereit.

Für Erfahrenere Anwender wäre es auch möglich, statt einem Passwort für alle Nutzer des Netzwerks, eine Accountbasierte Anmeldung per RADIUS Server zu ermöglichen. Darauf möchte ich zunächst nicht eingehen. Später und bei Bedarf bestimmt.

Ich hoffe bei dir läuft das Gerät jetzt und vielleicht hast du ja noch eine weitere Idee, was damit anzufangen sein könnte.

Dark Mode in OS X Yosemite zeitbasiert

Wer sich das aktuelle Betriebssystem OS X 10.10 Yosemite bereits auf seinem Mac installiert hat, dem wir der Dark Mode sicherlich gut gefallen. Nun konnte ich mich aber beispielsweise nicht so richtig entscheiden, ob mir nun hell oder dunkel besser gefällt.

Warum also nicht einfach zeitbasiert automatisiert zwischen den beiden Möglichkeiten wechseln? Gesagt gedacht und tatsächlich gibt es hier die Möglichkeit mit dem Tool lights out dem Thema beizukommen.

lights out

Einmal installiert, stellt man einfach die Zeit ein, wann „das Licht ausgeht“ und wann das „Licht wieder angeht“. Sollte einmal ein gewisses flackern zwischen beiden Einstellungsmöglichkeiten auftreten so hilft es, im Aktivitätsmonitor einmal den zugehörigen lights-out-daemon komplett zu beenden. Wenn er nämlich aus welchen Gründen auch immer, doppelt an ist, wird Party gemacht :D.

 

LaTeX Schnippsel

Wer sich dafür interessiert, wie man in LaTeX Grafiken, Tabellen, Referenzen und Präsentationen bauen kann, wird bei Taach fündig.

Hier will ich kurz die dort zu findenden Dateien als Mirror online geben, da sie dankenswerter weise unter cc-by-sa Lizenz zu finden sind:

Grafiken in LaTeX einbinden:

Grafiken.tex
Grafiken.pdf

Tabellen in LaTeX:

Tabellen.tex
Tabellen.pdf

Präsentation in LaTeX:

Presentation.tex
Presentation.pdf

Referenzen in LaTeX:

Referenzen.tex
Referenzen.pdf

IPv6 auf dem Webserver einschalten

Weil ich gerade im freakshow Podcast freundlich daran erinnert wurde, dass ich doch eigentlich schon länger mal IPv6 auf meinem kleinen vServer einrichten wollte, beschreibe ich euch heute einfach mal alle dazu nötigen Schritte. Keine Sorge, die Sache ist, wenn ihr einen eigenen Server bzw. vServer habt und euer Serveranbieter nicht hinter dem Mond lebt, keine große Hürde.

Zuerst müsst ihr herausfinden, welcher IPv6-Adress-Bereich euch gehört. Das geht irgendwo im Admin-Bereich beim Provider. Bei Hetzner z.B. kann man seine IPv6-Adressbereich in der Serververwaltung unter IPs herausfinden. Zudem gibt es dort auch das Gateway und die Subnetzmaske zu finden.

Habt diese Infos gefunden, muss auf dem Server nur wenig im Interface und vielleicht noch im Apache umkonfiguriert werden.

Öffnet dazu beispielsweise die Interface-Konfiguration mit

sudo nano /etc/network/interfaces

Bisher sieht man hier die bisherige IPv4-Adresse, das Gateway und die Netzmaske. Das sieht in etwa so aus:

IPv4 Interface

Damit euer Server jetzt auch auf eure IPv6-Adresse reagieren kann, müsst ihr sie dort auch mit eintragen, indem ihr die Einträge beispielsweise so erweitert:

# IPv6 LAN 
iface eth0 inet6 static

# Haupt-IPv6-Adresse des Servers

address eure IPv6--Adresse


netmask zugewiesene Subnetzmaske


gateway festgelegtes Gateway

Alle anderen Einträge bleiben so stehen und schon habt ihr eurem Server schon mal die „IPv6-Hausnummer“ zugewiesen 😉

Ihr solltet euch jetzt bereits anpingen können:

ping6 IPv6-Adresse

Damit eure Webseite auch erreichbar ist, sind jetzt nur noch zwei Schritte notwendig. Als erstes schauen wir in die Ports.conf des Apache

sudo nano /etc/apache2/ports.conf

Dort steht im Idealfall bereits ganz oben Listen 80, was bedeutet, dass der Webserver hinter dem Standardport 80 auf Zugriffe wartet, egal über welche IP-Adresse darauf zugegriffen wird. Dann muss nichts gerändert werden. Wer hier lieber etwas einschränken oder spielen möchte kann auch konkret einstellen, über welche IP-Adressen die Seite überhaupt erreichbar sein soll:

Listen eure IPv6-Adresse

Listen eure IPv4-Adresse

So kann man zum probieren ja mal die eigene Webseite nur über IPv6 erreichbar machen. Sobald du hier fertig bist, muss der Apache nach der kleinen Anpassung jetzt neugestartet werden. Das geht mit:

sudo service apache2 restart

Jetzt folgt der wohl wichtigste Schritt, der DNS Eintrag. Soll die Webseite, zum Beispiel über Couch-blog.de erreichbar sein und IPv6 unterschützen, müssen wir das im DNS-Eintrag natürlich noch vermerken. Wo immer ihr eure Domain jetzt habt, sollte es möglich sein etwas in der Art wie

www                      IN AAAA    eure IPv6-Adresse

in den DNS-Eintrag einzufügen. Damit sollte im Allwissenden-Online-Telefonbuch nach etwa 24 Stunden diese IP-Adresse vermerkt sein.

Zu guter Letzt testen wir auf ipv6-test.com, ob alles geklappt hat. Falls ja, dann sind wir bereits fertig und die Webseite ist über IPv6 erreichbar. Wer keinen Webserver sein eigen nennt und deswegen eher auf Webspace setzt, kann den Test auch mal ausführen und bei einer Fehlermeldung seinen Hoster dazu bewegen, diese kleine Konfiguration vorzunehmen. Denn normalerweise sollte es mittlerweile Standard sein.

Wer um eine Multisite-Wordpress-Installation sorgt, kann auch beruhigt werden. Mehr ist wirklich nicht zutun, es sollte alles weiterhin reibungslos funktionieren.

Wie hat bei dir alles mit der Umstellung geklappt? Schreib mir das 😉

Das iPad in der Uni

Seit nun fast anderthalb Jahren benutze ich auch in der Uni, wo ich kann mein iPad. Natürlich gibt es, wenn man in einem informatiknahen Studiengang ist, in vielen Fällen keinen Weg am normalen Laptop vorbei. Aber, wenn ich Wert auf einen besonders leichten Rucksack, jede Menge Informationen ohne unnötige Ablenkung und die Tatsache lege, nicht immer jedes kleine Dokument ausdrucken zu müssen, um es dabei zu haben, so gibt es eindeutige Vorteile. Außerdem stelle ich dir gleich dazu auch meine beiden Lieblingsapps in der Uni vor.

Fangen wir also an mal aufzuschreiben, was wozu ich das iPad im Alltag leider nicht benutzen kann.

Programmieren

Da ich im Studium der Informations- und Medientechnik im Grunde alle Module belege, die auch normale Informatikstudenten belegen, muss und darf natürlich auch die Praxis in gewissem Maße nicht fehlen und so kommt es, dass wir in den Übungsgruppen regelmäßig Dinge programmieren müssen. Das geht mit dem iPad einfach nicht, da schlicht und einfach keine dafür passenden Apps vorhanden sind, geschweige denn, dass der Compiler sich darauf ausführen ließe. An dieser Stelle also ein definitives: Das funktioniert nicht… Das Notebook darf für heute also weiterleben 😉

Notizen

Besonders wichtig sind Notizen aus Vorlesungen, da man vom Hören und Mitdenken allein nicht viel mitnehmen kann.

Ich male mir deswegen gerne immer alles mögliche auf, schreibe auch vieles mit und sehe hier besonders direkt die Vorteile zwischen Papier und dem iPad. In Vorlesungen, die bereits im Vorraus die entsprechenden Slides anbieten, bietet es sich an die Notizen direkt in die im PDF-Format vorhandenen Folien zu schreiben. Das funktioniert bei mir in der Praxis so gut, dass sogar 0815-Powerpoint-Shows direkt beim erzählen durch nette kleine Skizzen und Malereien ergänzt Spaß machen können. Später im weiteren Verlauf zum Selbststudium empfehle ich alles mit der Dropbox zu synchronisieren. So kann ich später in aller Ruhe meine Lernkarten auf Papierkarten oder direkt elektronisch anfertigen oder einfach das mit allerhand Notizen versehene Skript ausdrucken, um damit zu arbeiten. Ein einfaches „Liegenlassen“ funktioniert im Lernprozess eben einfach nicht so gut, weil man am Ende zu viel vergisst und eine Woche vor der Prüfung ins Schleudern geraten kann, weil es eben doch schwierig oder unnötig ist, sich das Wissen einzuprügeln. In Modulen wie Mathematik oder sehr schreib- und rechenintensiven Situationen habe ich getestet, ob mir das Papier oder das iPad zum mitschreiben besser gefällt.
Beide Lösungen sind für mich bisher ehrlich geschrieben recht unbefriedigend. Das Papier fühle ich beim Schreiben, man kann sehr feine und gleichzeitig kleine Skizzen anfertigen und natürlich alle Farben, sowie Zeichengeräte die sich eben in einer Federtasche so finden. Zur Mitte bzw. am Ende des Semesters werden die Hefter allerdings sehr dick, träge und schwer. Bilder müssen entweder selbst gezeichnet oder ausgedruckt und eingeklebt werden. Das kann helfen, weil man etwas Reales in der Hand hält und bietet mir zum Lernen die Möglichkeit einfach alle Blättern auszuheften, kreuzdiquer auf dem Schreibtisch zu verteilen und mir alles genau anzuschauen. Genau das kann aber auch verwirren, weil es unsinnig viele Infos auf einem tatsächlichen Wissensberg sind. Interaktive Möglichkeiten, wie alle zur Vorlesung passenden Bücher, das Internet, eine automatische Suchfunktion im Dokument oder ein automatisches Backup. können im Papier natürlich auch keine Rolle spielen. Wer das möchte, sollte am Ende des Tages alles in Ruhe einscannen und seine Handschrift einmal über eine OCR-Schrifterkennung laufen lassen 😉

Das iPad bietet mir nicht nur ein leichtes Gewicht, sondern unter Umständen auch interaktive Lernmaterialien. Das können einfach, wie bei mir aus der Bibliothek geladene Bücher zu Vorlesungen oder direkt Vorlesungsmitschnitte sein. In der Vorlesung beim Schreiben hilft mir ein preiswerter iPad-Stift von Pelikan, mit dem ich auf dem iPad Notizen aufschreibe. Die Vorlesung nur mitzutippen bringt meiner Meinung nach keine Punkte, da man gerade bei Formeln oder Skizzen längst nicht so flexibel ist und man beim Schreiben mit einem Stift Inhalte besser erfassen kann. Beim Handschreiben allerdings sehe ich den Nachteil der späteren Druchsuchbarkeit wegen „Sauklaue“ und der eher fehlenden Präzision, da das iPad mit seinem kapazitiven Display die Position des Stiftes zwar gut aber meiner Meinung nach nicht präzise genug feststellt. Einen schönen Kreis ohne die Softwarenachhilfe zu zeichnen macht keinen Spaß ;). Helfen könnten hier intelligentere Stifte, die über Bluetooth mit dem iPad kommunizieren. Das muss ich bei Gelegenheit einmal ausprobieren.
Das können beispielsweise die ThinkPads von Lenovo besser. Problem bei den Geräten aus meiner Sicht: keine unitaugliche Akkulaufzeit, komische Bedienung und Ablenkung durch meine auf Rechnern immer zig offenen Tools :).
Aber zurück zum iPad. Geschwindkeitstechnisch komme ich nämlich gut und gerne an die normale Füller- oder Kugelschreibervariante heran und sehe deswegen keine Probleme in schnellen Schreib-Vorlesungen. Farben wechseln sich flott beim schreiben, Figuren und Bilder lassen sich bei Bedarf sofort und gut einfügen. Meine Mitschriften werden mit dem iPad also eindeutig schon während der Vorlesung bunter und sind hinterher fast fertig. Warum nur fast? Ganz einfach weil ich die ja Mitschriften für später zum Lernen anfertige und bisher alles eher virtuell ist. Damit ich diese aber wieder auf meinem Schreibtisch verteilen kann, muss ich also alles erst ausdrucken und/oder direkt passende Lernkarten auf Papier oder elektronisch daraus erstellen. Zu guter Letzt habe ich über das automatische Backup in die Dropbox auch ein schönes Archiv, welches ich nie löschen muss und direkt teilen kann. Das finde ich nützlich.

Die eierlegende Wollmilchsau ist demzufolge keine der beiden Methoden, doch praxistauglich sind sie beide.

Als App habe ich lange den GoodReader verwendet, weil er tolle sync-Funktionen für alle gängigen Clouds oder sogar eigene Schnittstellen direkt in beliebige Ordner bietet. Notizen fügen sich gut in Dokumente ein. Der gewaltige Nachteil dieser App ist aber der, dass keine neuen PDF-Dokumente erstellt oder vorhandene PDF-Dokumente nicht um weitere Seiten ergänzt werden können.

In diesem Semester habe ich GoodNotes bevorzugt, da diese App genau die Notizen in PDFs deutlich besser beherrscht, da sie beliebige Seiten mit vorgefertigten oder selbst angelegten „Papieren“ hinzufügen oder mit diesen ganz neue Dokumente erstellen kann. Nachteil ist für mich aber der nicht so tolle Cloudsync in die Dropbox, da er zwar sehr zuverlässig, schnell und im Hintergrund abläuft aber keineswegs automatisch direkt in die Ursprungsordner die Dokumente legt.

Kalender, Mails und Co.

Meine Kalender verwalte ich mittlerweile nur noch in der Cloud, da sie mir eine gute Erinnerungsfunktion auf allen möglichen Geräten ermöglichen und sogar Ferien, Podcasts, Feiertage, Geburtstage und einiges mehr automatisch eingetragen werden können. Mails und andere Anfragen werden von mir zufällig und nebenbei gecheckt, sodass hier das iPad eindeutig Punkte sammelt, da es die Organisation sehr vereinfacht und ich es nicht missen möchte.

Apps empfehle ich hier keine, da ich zwar iStudiezPro sehr ansprechend finde, es aufgrund der geschlossenen Kalenderfunktion, die nicht in die Cloudkalender schreibt aber nicht wirklich praktikabel ist. Somit bleiben mir nur die bereits mitgelieferten Apps für den Kalender, die E-Mails und die Aufgabenerinnerung. Diese aber verrichten ohne zu meckern und zuverlässig ihren Dienst.

Präsentationen

Das Thema Präsentationen habe ich mit dem iPad noch nicht ausgiebig genug getestet. Was ich aber schreiben kann ist, dass es unter Umständen helfen kann durch die Slides zu navigieren und einen teuren Presenter ersetzen kann. Aber den kann man sich ja immer irgendwo borgen 😉
Über vorzugsweise AirPlay, weil kabellos oder den passenden Adapter zu HDMI oder VGA lässt sich sicher auch einiges treiben, doch wie gut das funktioniert und ob es letztlich spannend wirkt kann ich nicht spekulieren.

Wenn die Lautsprecher am Mac einschlafen

Heute morgen hatte ich das Problem, keine Geräusche mehr am Mac zu hören. Auch der Versuch die Lautstärke über die Tasten zu steuern, brachte keinen Erfolg. Eher habe ich dabei festgestellt, dass der Lautsprecher ausgegraut war.

Ein Reboot zeigte, dass es nicht an der Hardware hing, denn im Anmeldefenster funktionierte alles problemlos. Die Unkenrufe aus Foren, die meinten „alles kaputt“ konnten also nicht stimmen. Auch die rote Lampe am Kopfhörerausgang konnte nicht an sein, da ich bisher schlicht keinen Kopfhörer an das MacBook gestöpselt hatte.

Aber genug auf die Folter gespannt, denn es gibt eine sehr einfache Lösung für das Problem.

Man gehe in den Audio-Midi-Setup, klicke rechts auf Ausgabe und wähle die eigenen Lautsprecher als Ausgabe aus. Jetzt sollte sofort alles wieder sein, wie vorher.