Kreative Onlinepause

In den letzten Wochen gab es hier für dich jede Menge tolles Futter in Form von tollen Geschichten, Beiträgen und Fotos. Danke für die vielen tollen Kommentare an dieser Stelle.

Die nächsten Wochen gönne ich mir im Onlinebereich etwas Urlaub und damit quasi eine kleine kreative Pause. Danach wird es auch wieder weitergehen aber das ist eine andere Geschichte mit neuen, tollen Beiträgen und möglicherweise auch einigen Veränderungen im Blog.

Machts gut und bis bald.

Kleine Zeitungsrunde adé

Nun ist es soweit, denn heute trage ich meine Zeitungen nach etwa 5 Jahren wohl tatsächlich zum letzten Mal aus. Oft habe ich im Winter bei der Kälte der letzten beiden Winter wegen der Glätte geschimpft, weil ich doch mein Fahrrad mit meinem dazu passenden Fahrradanhänger, den ich kurz bevor ich angefangen habe mit dem Unfug der Werbeblätteraustragerei, für 10€ ergattert habe, nicht benutzen konnte. Dann musste ich laufen und brauchte bei Eiseskälte etwa eine Stunde länger als die sonst üblichen 2 Stunden, die ich immer meine Zeitungen austrage. Bevor es losgehen konnte, heißt es beim Zeitungaustragen übrigens bei mir immer ersteinmal alle Beilagen zusammenpacken, falten und in meine 3 großen Klappkisten werfen – schon jetzt in der Mitte falten, weil am Ende mehr in den Fahrradhänger geht und man die Zeitung nur noch in die Briefkästen packen muss. Das dauerte bei mir ja nach Anzahl der Beilagen mit meinen 260 Zeitungen immer so etwa eine Stunde Weiterlesen >>>

Schluss, aus und vorbei!?

Im heutigen siebenten und letzten Teil meiner kleinen Textereihe zum kleinen Praktikum bei der Lausitzer Rundschau soll es nach einem Tag der Zwischenpause neben einem Fazit auch um die Zukunftschancen (bei) der Zeitung gehen.

Vor nun etwa 7 Wochen bin ich angetreten, ein kleines, 6 Wochen dauerndes, Praktikum im Medienbereich zu machen. Ich wollte nicht, wie viele andere zwischen Abitur und Studium nur rumgammeln, sondern etwas probieren, wozu ich möglicherweise später keine Gelegenheit mehr haben werde. Ich wollte auch nicht mit sinnloser Schnippelei und Videokriekelei rumspielen, denn dafür habe ich ja diesen Blog. Ich wollte vielmehr für mich herausfinden, ob das mit dem Recherchieren, Schreiben und was noch dazugehört etwas für mich ist. Ich wollte testen, ob ich zum (Hobby)journalisten tauge, ob mir das irgendwie Spaß macht.
Da es für mich beim RBB zwar schonmal die eigentlich unmögliche Möglichkeit gab, in den Ferien etwas bei Fritz rumzuschnuppern sollte ich eigentlich vorbelastet sein. Vorbelastet? Ja vielleicht ein wenig, weil ich schonmal sehen konnte, wie die Profis da beim Radio jeden Tag kräftig trommeln. War wirklich eine nette Sache. Ich sage euch, seit dem liebe das Radio oder besser das gesprochene Wort noch viel mehr und habe auch mit der Podcasterei etwas rumgestümpert. Alles sehr interessant und wohl die Grundlage für alles Weitere, aber eben war das alles irgendwie nix Richtiges. Es war nichts, was so richtig viele Leute mitbekommen haben und auch nie etwas, wo es um wirklich viel ging.
Weil aber genau das einmal ausprobiert werden wollte und ich diese Möglichkeit auch irgendwie relativ in meiner Nähe suchte, da jeden Tag mehr als zwei Stunden Zugfahrt auf Dauer unglaublich verrückt sind :D. Weiterlesen >>>

Warum es für Journalisten wichtig ist zu bloggen

Der heutige Bericht ist im Grunde kein Bericht. Warum? Weil ich meine Meinung zu etwas schreibe. In der Realität kann man sich jedoch auch darüber streiten, denn gerade bei der Zeitung muss immer eine Auswahl getroffen werden. Das muss auch bei einem Berg an Zahlen passieren. Ab hier zählt dann nur noch der Geschmack, die eigene Meinung oder ein gewisses Gefühl für die richtige Auswahl. Dadurch fließt unbewusst letztlich überall die eigene Meinung ein, eine komplett neutrale Haltung ist unmöglich.

Nun aber eigentlichen Thema: Ich möchte der Frage nachgehen, warum es gerade für Journalisten echt wichtig ist, zu bloggen.

In meinen nun sechs Wochen bei der Zeitung habe ich viel über Redaktionsabläufe und den täglichen Wahnsinn gelernt. Gleichzeitig habe ich auch gesehen, wie fixiert Journalisten dort auf das eigene Medium auf gedrucktem Papier ist. Soziale Netzwerke, wie Twitter, Google+ und Facebook spielen im Grunde keine Rolle. Blogs als digitale Spielwiese werden anscheinend nur sehr begrenzt von Volos betrieben. Weiterlesen >>>

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Im nunmehr fünften Beitrag möchte ich mich dem Wahrheitsgehalt von Zeitungsartikeln widmen. Grund dafür ist, dass mir ein kleines Missgeschickt geschehen ist, von welchem ich euch auch gleich berichten möchte.

Vor etwa einer Woche nämlich hatte ich die Aufgabe, einen kleinen Rückblick auf die Campingsaison eines Campingplatzes meiner Wahl zu schreiben. Dazu habe ich auch mit dem Betreiber des Platzes telefoniert und mich entschieden, auch dort hinzufahren, um besonders die Camper dort zu Wort kommen zu lassen.

Dabei habe ich versucht mit so vielen Personen, wie möglich zu reden und mir auch Notizen dazu gemacht, was sie mir erzählten. So nahm das Unheil seinen Laut, denn ältere Leute wollten mich mit jeder Kleinigkeit zuquatschen. Die haben durcheinander geredet, was dazu führte, dass meine Notizen im Schreibblock genauso durcheinanders aussahen, wie die Leute standen. Das Resultat: Ich musste im Artikel versuchen, die Aussagen nach meinem Gedächtnis den Leuten zuzuordnen. Dabei habe ich wohl doch einige wenige Aussagen falsch zugeordnet und einem Bekannten auf dem Campingplatz ist das im Artikel aufgefallen. Für mich ist die Sache damit unglaublich peinlich abgelaufen. Zum Glück hat sich niemand sonst beschwert und es handelt sich im Grunde um eine Kleinigkeit :D.

Klar aber ist mir dadurch geworden, wie schnell sich in einem Text Fehler einschleichen können. Gemeint sind damit noch nichtmal die für den Schreiber unsichtbaren Rechtschreib- oder Tippfehler, die man mit guten Korrekturlesern ausbügeln könnte, sondern alles was mit den Inhalten zutun hat.

Das bedeutet schon deswegen sollte jede Information, bevor man ihr Vertraut auf ihren Wahrheitsgehalt gecheckt werden. Auch wenn es nur die kleine Lokalmeldung ist 😉

Alles will gut recherchiert sein

Im dritten Teil meiner kleinen Reihe zum Praktikum bei der Lausitzer Rundschau habe ich mir, nachdem es gestern um die Themenfindung, bei der einem Themen quasi auf der Straße zufliegen, ging, überlegt mal etwas zur Recherche, die ich zu jedem geschriebenen Text betreibe zu schreiben. Ein verwirrender Anfang? Stimmt, aber muss 😀

Denn wenn du anfängst über ein Thema zu schreiben, dann muss vorher schon jede Menge Vorarbeit erledigt worden sein. Vor ein paar Wochen beispielsweise habe ich eine kleine Kolumne zum aktuellen Sommerwetter geschrieben. Damit das auch irgendjemanden interessiert, ja möglicherweise sehr lustig und informativ ist, habe ich mir überlegt Kleingärtner zu befragen, ob sie große Probleme mit dem Wetter haben und ob beispielsweise die Tomaten gut wachsen.

Dazu brauche ich am Besten jede Menge Informationen, möglichst aus allen Ecken der Welt, je näher bei mir desto besser, kommen und zu einem wahrlich interessanten Beitrag zusammengeschraubt werden. Alles schön und gut, aber wie kommt man da nun heran?

Klar als Erstes wird versucht zu googlen. Das funktioniert, wenn man sich größeren Themen weiträumig nähert oder einfach eine Telefonnummer suchen möchte ziemlich gut. Auch kann man sich über das Netz Experten, zu was auch immer suchen, aber ein persönliches Gespräch wird eine Mail zumindest im regionalen Bereich am Ende nicht ersetzen können.

Deswegen kann man die Kleingärtner natürlich einfach versuchen mit dem Telefon zu befragen. Bei einer Umfrage zu leckeren Eissorten kann ich da also einfach rumtelefonieren und diese abtippen. Diese Technik der Faulheit, die dazu auch noch am Schreibtisch endet, funktioniert jedoch nur so lange, bis Fragen nicht ausreichen, sondern man etwas beschreiben muss. Sobald es also meinetwegen tolle Tomaten im Garten von Erdbeerzüchter Runzel gibt, muss ich tatsächlich auch raus in den Garten gehen, um sie selbst zu sehen und zu beschreiben. Schließlich gibt es große Tomaten, kleine Partytomaten und Zimmertomaten – ich hoffe du verstehst was ich meine ;).

Hinzukommt, dass man versuchen muss, Fakten zu sammeln und verständlich aufzuschreiben. Diese Fakten sollte man in bestimmten Bereichen auch gleichzeitig checken,denn eine Pressemitteilung ist immer im Sinne des Unternehmens oder wem auch immer verfasst. Das ist auch bei Leuten von der Stadtverwaltung so oder auch Ladenbesitzern. Da steht im Zweifel nur Mist drin, der dann in der gedruckten Form geglaubt wird. Denn merkt euch: Die Zeitung hat immer recht 😉 Die Wahrheit, nichts als die Wahrheit.

Wie recherchierst du für interessante Themen und was sind das für Themen?

Was sind gute Fotos?

Im vierten Artikel aus der Textebruzzelbude gehts es um gute Fotos oder zumindest, dass was ich für gute Fotos halte. Bisher nämlich muss ich zugeben, dass ich nur so eine kleine Knipse von Aldi mein Eigen nenne und das iPhone 3G nun wirklich keine überragenden Bilder macht. Das reicht mir jedoch auch ohne Probleme aus, um Urlaubsfotos zu machen. Ich verdiene ja mit Fotos auch kein Geld und kann mir demzufolge von meinem kleinen Zeitungsgeld nichts besseres leisten. Dieses Jahr jedenfalls nicht mehr, denn ich habe mir ja bereits ein iPad für das Studium gegönnt. Zurück zum Thema. Man hat mir also, wann immer möglich, die Redaktionsfotoapperate geborgt 😉 Das sind zwar Spiegelreflexgeräte mit einer ordentlichen Auflösung usw. aber nun auch wegen der allgemeinen Sparsamkeit überall auch nicht unbedingt die High-end-Geräte. Es ist jedenfalls nicht möglich die Schärfe einzustellen. Ein Foto mit unscharfen Hintergrund wird so nicht gelingen. Grund dafür ist, dass es bei mir gern gesehen wird, wenn die Fotos möglichst groß, also eine hohe Auflösung haben. 20 MB große Bilder sind heute schließlich keine Probleme mehr. Manche Leute senden nämlich Fotos mit 50 Kilobyte an die Redaktion und hoffen, dass man diese so direkt verwenden kann. Das reicht natürlich nicht aus. Außerdem sollen Menschen drauf und bei mehreren Bildern kommen unterschiedlichste Motive besonders gut an.

Das ist jedoch nicht alles, denn im Idealfall sollten die Menschen auch irgendetwas tun. Ein Bild von der Axt im Walde interessiert im Normalfall schließlich niemanden. Als Beispiel kann das bei einem Feuerwehrcamp beispielsweise ein Kinderlöschtrupp sein, bei dem die Kinder einen Feuerwehrspritze halten und jedes Kind anders schaut. Also meinetwegen schaut eines gelangweilt, eines freut sich und ein Weiteres trägt den schweren Schlauch oder so. Da ist Bewegung im Bild und auch beim zweiten Blick darauf findet man noch neue Details. Natürlich muss dieses Bild am Ende auch etwas größer und bei einer Zeitung, auch möglichst in Farbe abgebildet werden. Sonst sieht man diese netten Kleinigkeiten nicht so richtig, das Foto kommt nicht richtig zur Geltung.

Dazu sollte das Foto natürlich nicht verwackelt oder unscharf daherkommen. Probiert also mit eurem Fotoapperat etwas herum. Springt meinetwegen mal, während ein Bild gemacht wird. Nur so wird klar, ob es möglich ist auch schnelle Fotos zu schießen. Wie überall gilt aber auch hier: weniger ist mehr.

Hat man nun ein ordentliches Foto mit einem interessanten Motiv, nichts ist verwackelt, alles ist schwarf und Personen, also nicht die ganzen Pressenasen auf so Terminen, sondern die „Darsteller“ des Textes dann könnte dieses Foto möglicherweise schon ausreichen.

Könnte, weil man nun natürlich, wie überall noch kräftig in die Photoshoptrickkiste greifen kann, um die Beleuchtung zu verbessern, die Farben zu korrigieren und möglicherweise einen netten Bildausschnitt liefern kann. Alles kein Problem, nur sollte man nicht zu viel herumbasteln, denn irgendwann fällt das auch auf und macht ein Bild möglicherweise einfach auch unglaubwürdig. Es soll ja schließlich auch kein Bild aus dem Reisekatalog werden.

Nun bist du dran: Was sind für dich gelunge Fotos?

Auf Themen wird man gestoßen…

Im zweiten Teil meiner Woche voller Texte mit Erfahrungen aus meiner Praktikumswochen bei der Lausitzer Rundschau soll es darum gehen, wie man auf interessante Themen, über die geschrieben werden kann stößt.

Am Anfang, genauer direkt am Anfang würde mir gesagt, dass ich über einfach alles schreiben kann. Klingt doch toll oder? Freiheit – ein quasi Mach-Was-DU-Willst-Schein. Dann kam jedoch, wie fast überall das große ABER, welches besagt, dass Themen nicht auf dem Silbertablett gefunden werden und es sich einfach nicht gehört, in einer Lokalredaktion über Google+ rumzuschwaffeln. Klar, denn die Leser erwarten soetwas eher im Multimediabereich, der eben nicht, so garnicht im Lokalen angesiedelt zu sein scheint.

Am ersten Tag hat man mir dann freundlicherweise trotzdem den Einstieg erleichtert, indem man mich einfach einige Harry Potter-Fragen für ein Quiz mit unglaublich magischen Zaubergewinnpaketen mehr oder weniger ab-tippen und zusammenstellen ließ. Dabei habe ich mir selbst auch direkt eine kleine Liste möglicher Themen zusammengestellt, die quasi nur darauf warteten von mir auf Papier gemeißelt zu werden ;). Ich meine wenn man einmal die Gelegenheit hat, dann sollte man sie doch auch nutzen oder?

Aber wie kommt man auf die Themen, über die geschrieben werden könnte? Nun, es ist eigentlich ganz einfach, so hat man mir auch erklärt: Man geht einfach durch die Welt und wird im Idealfall von allen Seiten mit Ideen zugekippt. Gehe ich also beispielsweise durch, in meinem Falle Cottbus und sehe dort meinetwegen eine bunte Girlande mitten in der Stadt hängen, so fragt man einfach nach, was es damit auf sich haben könnte – schon hat man Stoff für eine nette Geschichte. Das passiert einem öfter mal und führte bei mir im Grunde dazu, dass letztlich nichtsmehr in meine Kleine Liste, die ich anfänglich mal zusammengestammelt habe passt. Deswegen gibt es diese Liste jetzt auch nichtlänger auf dem Papier, denn das ist auf Dauer sehr unpraktisch und nicht gut für die Umwelt. Dazu kommt auch, dass ich sie wohl früher oder später irgendwo liegen lassen dürfte. Viel mehr gibt es das jetzt im Rohzustand in meinem Kopf und alles, was etwas ausgefeilter sein könnte auch auf allen elektronischen Verbreitungswegen, like iPhone, Outlook oder Google, die selbstsychonisiert immer genug Futter für die ganz schreibfaulen Finger zu bieten haben. 😀

Damit hat man immer die Möglichkeit herumzuprobieren, Dinge auch mal, sofern sie nicht an Termine gebunden sind, auch mal etwas liegen zulassen, wenn man gerade keine Motivation hat einer bestimmten Sache nachzugehen.

Das hilft mir selbst jetzt auch nicht länger nur im Praktikum, sondern wohl auch im Blog, wo es keine Lokalredaktionsbarrieren gibt, sondern ich einfach ganz plump über alles schreiben und philosophieren kann, worauf ich gerade Bock habe.

Sechs Wochen Zeitungspraktikum

Die letzten sechs Wochen habe ich die Gelegenheit gehabt, im Rahmen eines kleinen Praktikums in der Lokalredaktion Cottbus der Lausitzer Rundschau einmal in das Redaktionsgeschehen und die Arbeitsweise einer Zeitung zu schauen. Bin da also quasi einfach reingeplauzt :D. Da ihr deswegen aber auch etwas weniger Spezialcontent in meinem Blog zu lesen bekommen habt und ich mir gleichzeitig jetzt eine Woche mehr oder weniger eine Auszeit nehme, habe ich mir, den Montagsbericht einfach direkt auf die ganze Woche auszudehnen und jeden Tag in dieser Woche einen kleinen Text hier zu einem Thema das Zeitung machens zu veröffentlichen. Aber genug langweiliges Vorgeplänkel, denn jetzt gehts los 😉

Heute geht es um die Frage, warum man meiner Meinung nach überhaupt ein Praktikum im Medienbereich machen sollte. Klar könnte ich jetzt kurz schreiben, weil man sich dafür interessieren könnte und möglicherweise in dieser Richtung gern einmal tätig sein möchte – es auch als Vorpraktikum für das unglaublich großartige Studium an irgendeiner Uni nötig sein könnte. So einfach ist es dann aber doch nicht. Bei mir ist es, davon einmal abgesehen, jedenfalls so, dass ich vor etwa 2 Jahren schon mal, die aus verschiedensten Gründen, quasi einmalige Gelegenheit hatte, etwas beim Radiosender Fritz vom RBB rumzuwirbeln und dabei zwar gesehen habe, wie Radio gemacht wird aber wohl wegen der kurzen 3 Wochen, die ich gesplittet dort war, nicht mitbekommen habe, wie die Journalisten dort eigentlich arbeiten. Aber genau das hat mich, wie ich im Nachhinein weiß, neben der Arbeitsweise der verschiedenen Redaktionen und der Arbeit an einem eigenen Projekt doch mal interessiert.

Also wie funktioniert das mit der Recherche genau und wie findet man unter einem Berg von Überlegungen die wirklich interessant erscheinenden Themen heraus? Alles Fragen, die man nicht so ohne weiteres und sofort in 3 Wochen mitbekommen kann. Deswegen habe ich mich entschieden, in den vielen Monaten des Nichtstuns zwischen Abitur und Studium, ein Praktikum im Medienbereich zu machen. Außerdem wollte ich diesmal alles gern auch ruhig mal etwas lokaler haben, weil es ja doch nicht immer weit weg gehen muss und jeder einmal bei den ganz kleinen Nachrichten anfangen sollte. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich mich ganz gern auch einmal einem anderen Medium annehmen wollte, um zu sehen wo die Unterschiede liegen und was mir auch mehr liegt.

Was auch immer man also auch nach dem Studium oder der Schule beruflich so anfängt, in jedem Falle ist es möglicherweise viel wert so früh, wir möglich Erfahrungen und auch möglicherweise Kontakte zu sammeln, die mal wichtig sein könnten. Das Praktikum heißt außerdem nicht, dass man sich jetzt deswegen auf irgendetwas festlegt, man weiß aber aus zumindest etwas, wie man mit den Medienleute umgehen kann, weil man eben auch weiß, wie sie arbeiten.

Schläft denn der Sommer?

Zum Wochenanfang scheint die Sonne und verspricht ein warmes Sommerwohlfühlwetter. Doch der Tag darauf ist grau, kalt und regnerisch. In diesem Sommer scheint es, als ob das Wetter nicht so recht weiß, was es möchte. Wird unser Wetter den restlichen Sommer unbeständig bleiben? Was bedeutet es für Kleingärtner mit den Wetterkapriolen umzugehen?

Erich Wunderlich ist seit 2002 Hobbywettermeteorologe und sagt: „Wir befinden uns noch bis Mitte August im Einflussbereich des Siebenschläfers. Am 27. Juni ist jedes Jahr der Tag des Siebenschläfers. Nach einer alten Bauernregel bleibt das Wetter die nächsten sieben Wochen so, wie es in der Woche des Siebenschläfers war.“ Damit wagt Wunderlich gleichzeitig auch die Prognose für unser Sommerwetter der nächsten Wochen: „Es wird bis Mitte August wechselhaft und kühl bleiben.“  Seine Prognose beruht auf zahlreichen Messwerten, wie Temperatur, Regenmenge, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Diese liest er mehrmals täglich ab. Dazu kommen laut eigenen Aussagen auch Naturbeobachtungen: „In diesem Jahr wachsen die Pilze spät. Erste Pfifferlinge habe ich erst am 20. Juni gefunden.“

Im Kleingarten von Klaus-Peter Thiemann vom Kleingartenverein Badesee Sachseedorf e.V. ist das Gras saftig grün, die Bohnen gedeihen wie eh und je. Doch in diesem Jahr, so sagt er: „muss mit Allem gerechnet werden. Heute regnet es wie aus Kübeln. Dann ziehe ich die Gummistiefel an. Morgen hingegen muss ich wieder meine drei Gießkannen mit Wasser füllen, um meine Blumen zu gießen. Sonst gehen mir noch die Rosen ein“ sagt er mit einem Augenzwinkern. In seinem Garten baut der rüstige Rentner Tomaten, Gurken, Kopfsalat, Bohnen und Radieschen an. An der Terrasse ranken noch ein paar Traubenstauden. Auf die Frage, warum er dort Weintrauben ranken lässt, antwortet Thiemann: „Die Trauben habe ich zum Abschied von meinen Lehrlingen bekommen und eingepflanzt. An diese Zeit erinnere ich mich gern. Außerdem reicht die Ernte für einen guten Rumtopf oder um Wein anzusetzen.“ Die Ernte dürfte bei ihm, dank der guten Pflege seiner Pflanzen,  reichlich sein. Die Tomaten in seinem Gewächshaus werden langsam reif. „In ein paar Tagen werde ich mit der Ernte der Tomaten beginnen. Draußen wären die Tomaten wegen des vielen Regens  bereits grau und schrumpelig“, sagt Thiemann.

Bei Eckehard Löwe von der Kleingartenanlage Südwestaue e.V. gibt es in diesem Jahr besonders viele Schnecken. Er sagt: „In meinem Garten gibt es Schnecken aller Art. Sie sind groß, klein, mit oder ohne Haus.“ Lächelnd fügt er hinzu: „Gut, das ich keinen Salat anbaue.“ Dafür hat er sich den Beeren verschrieben: „Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Erdbeeren esse ich so gern, dass ich sie selbst jedes im Garten anbaue.“ Das Wetter bereitet auch ihm Sorgen: „Das Unkraut wächst unaufhaltsam weiter und auch der Rasen muss im Schnitt alle 5 Tage gemäht werden.“ Auf die Frage, wo für ihn der große Vorteil beim Eigenanbau von Obst liegt sagt er: „So bin ich viel an der Luft und bekomme das frischeste Obst.“