Das Treckertreffen in Markkleeberg bei Leipzig

Vor kurzem habe ich mal meine Gedanken zur verlorenen, besser zu nutzenden Freizeit aufgeschrieben.

In meinem heutigen „Montagsbericht“ soll es als quasi passend zum Thema über das diesjährige 15. Treffen historischer Traktoren und Landmaschinen im traditionsreichen agra-Messepark bei Leipzig, genau in Markkleeberg – weil eben nicht in Leipzig 😉 – berichtet werden. Eigentlich sollte sich auch zur Geschichte dieses Geländes bereits ein ganzes Buch schreiben lassen, aber lassen wir das aus Zeitgründen heute doch einfach. Dafür gibt es heute viele Bilder.

Jedenfalls ist unser Grüppchen letzte Woche Donnerstag bei wirklich lausigem, kalten Wetter nach Leipzig gekutscht. Beginnen möchte ich deswegen mit der Anfahrt, weil ich heute zum ersten Mal etwas über eine echt weite Treckerfahrt schreibe und sie zu dem ganzen Spektakel einfach dazugehört.

Viele laden ihre Treckers 😀 nämlich einfach immer auf und fahren dann mit dem großen LKW irgendwohin, um es dann wie Wanderer, die eine Busreise buchen, als Fahrt ins Grüne zu verkaufen – wir nicht. Bei uns wird immer auch tatsächlich mit dem Trecker zum Treckertreffen gefahren – ja auch Strecken mit mehr als 200 Kilometern sind schon mal dabei ;).

 

Das bedeutet neben einer längeren Fahrzeit natürlich auch, eine Fahrt über Landstraßen und zum Teil echt verschlafene Dörfer. Man sieht dabei dann aber immer wirklich viele Details, die ansonsten wohl unbemerkt blieben. Das ist aber nicht alles: Man trifft ganz unterschiedliche Leute, die von allerhand Erfahrungen zu berichten wissen. Genug gekutscht für heute.

Auf dem Gelände des agra-Parks angekommen, ist zu schreiben, dass es sich bei dem Treffen wohl um das größte seine Art im Bereich der Fahrzeuge fast jeglicher Art aus der ehemaligen DDR handelt.Gemeint sei hier besonders die Landtechnik aber auch alles, was mit Transport zutun hat.

 

 

 

Die Lanzfreunde Sachsen, die dieses interessante Treffen aller 2 Jahre veranstalten, beschränken sich im Veranstaltungsaufruf jedoch keineswegs darauf, denn auf dem Gelände wird jeder wohl auch auf die klassischen Bulldogs in unglaublicher Vielfalt und hier und dort auch mal Dampfmaschinen treffen.

Wie zu Beginn jedes Treckertreffens werden die Wohnwagen fast millimetergenau postiert und das Fahrerlager aufgeschlagen. Vor einigen Jahren hat man zudem interessanterweise mit ganz einfachen Igluzelten begonnen, die auf Dauer wegen Nässe, Kälte und Luftknappheit ziemlich suboptimal erscheinen. Die Entwicklung ging weg von Zelten hin zu Wohnwagen. Bei uns war das ein Bastei, der schon mehr Platz bietet und sogar ein Vorzelt. Heute, hier setzt sich der Trend zu immer größeren Wohnwagen in Gänze fort, geht die Reise mit dem 8 Meter Wohnpalast mit Kochecke, Bett, Schlafcouch und Terrasse los. Die Wohnwagen werden immer mehr zu liebevollen Feldschlösschen. Irgendwie erinnert das doch an Peter Lustig’s Bauwagen, der seit einigen Jahren leider traurig eingezäunt draußen im Filmpark Babelsberg steht.

Nun bedeutet die Fahrt zum Treckertreffen auch eine gewisse Gemeinschaft, denn man kennt sich eben. Je größer das Treffen desto interessanter sind auch die Menschen, die man dort trifft. Das Gleiche bedeutet es auch für die dortigen Maschinen und den Teilemarkt.

Der Teilemarkt ist nämlich immer ein interessanter Ort, an dem man genau zur richtigen Zeit sein muss, um wirklich die sprichwörtlich heiße Ware zu ergattern. Alles andere, was es dort so gibt, reicht von Omas alten Fahrad, über Traktorensouvennirs über Teile aus Belgien, die bei gut gefüllter Geldbörse dazu reichen, einen Lanzbulldog neu zu bauen.

Was hast du für Hobbys und gibt es die eine oder andere Anekdote davon zu schreiben? Dann immer ab damit in die Kommentare 😀