Weil sparen an der falschen Stelle schadet

Wie die Lausitzer Rundschau in ihrem Artikel „Rotstift bedroht Cottbusser Schulen“ berichtet, waren im letzten Jahr tatsächlich 125.000€ im Haushalt der Stadt Cottbus für die Ausstattung der Schulen festgesetzt, von dehnen jedoch gerade einmal 88% freigegeben, wenn man mal schnell nachrechnet 110.000€ praktisch genutzt wurden. Das bedeutet für alle 26 sogenannten Bildungseinrichtungen steht dieser eine Topf zur Verfügung und sage und schreibe etwa 15.000€ wurden einfach nicht weitergegeben, um möglicherweise sparen zu können.

Ich denke Geld ist immer knapp und nie gibt es genug davon, dass ist eine Tatsache man bei uns im Wirtschaftsunterricht bereits in der ersten Stunde lernt. Wenn nun aber laut der Rechnung oben tatsächlich 15.000€, obwohl sie wohl doch da und fest eingeplant sind, nicht ausgegeben wurden, so ist das für mich als Schüler eines der möglicherweise beiden genannten Gymnasien schon ziemlich beschämend, da es anscheindend doch an vielen Stellen an einfachsten Dingen, wie z.B. einem von mir aus auch gern älteren, aber internetfähigen Rechner in jedem Klassenzimmer zur schnellen Recherche im Internet fehlt. Das war vor 7 Jahren an meiner Grundschule, die heute, da in meiner Heimatstadt viel Geld in die Bildung gesteckt wurde und wird, wohl besser ausgestattet sein dürfte als jede Cottbusser Schule, einfach Standard.

Einen mobilen Beamer gibt es zwar, doch dieser wird wenn überhaupt eher selten herausgerückt, da ein Beamer im Schrank möglicherweise einfach vielgebildeter aussehen könnte ;). Langfristig gesehen ist es für mich also aus heutiger Sicht beispielsweise schon ziemlich befremdlich an die Informationen, für die bei mir dank meiner eigenen Interessen in den letzten Jahren immer multimedialer werdenden, d.h. nicht nur als laangweilige Powerpoint-Präsentation abgespulten, sondern eher als fühlendes Lernen zu sehenden Mitbringsel verstandenen Vorträge nur außerhalb der Schule, durch Gesprächpartner, die Bibliothek oder eben das, in der Schule nicht mal eben vorhandene, Internet zu gelangen.

15.000€ ist eine Summe, mit man dieses Problem und all die anderen, die den Menschen neben mir noch einfallen mögen, wohl etwas eindämmen können sollten. Dieses Geld gehört transparent und direkt aufgeteilt an die Schulen und ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass in den höheren Schulformen durchaus auch, anders als bisher, gern die Schüler über ihre Gremien bei der Entscheidung zur Verwendung dieser Mitspracherecht haben sollten, denn schließlich geht es hier um Geld, dass nicht irgendeine Verwaltung in die Stadtkasse gezahlt hat, sondern letztlich jeder in unserem Umfeld über seine Steuern. Es handelt sich hier schließlich um staatliche, öffentliche Schulen.

Als denkbar konstruktive Antwort fällt mir als Verfechter der Fritz-Jingleschlingelbewegung direkt auch folgender Jingle, der wirklich gut gelungen und einfach passend ist, ein:

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Denkt doch mal darüber nach liebe Entscheider.

Der Fritz-Jingle ist wie alle Jingle von Fritz veröffentlicht unter CC-Lizenz (Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung)